Autorinnen und Autoren
Historikerinnen und Historiker, Schriftsteller, Übersetzerinnen und Klassiker der türkischen Literatur: die Stimmen des Manzara-Programms.
Mevlüt Çelebi
Mevlüt Çelebi, geboren 1964 im Landkreis Ürgüp (Provinz Nevşehir), studierte Geschichte an der Ege-Universität. Nach dem Studienabschluss 1986 absolvierte er ein Masterstudium am Institut für Atatürks Prinzipien und die Geschichte der Türkischen Revolution der Dokuz-Eylül-Universität. Seine Master- und Dissertationsschrift widmen sich den türkisch-italienischen Beziehungen während des Türkischen Unabhängigkeitskrieges.
Gefördert durch Stipendien der Türkischen Akademie der Wissenschaften sowie des türkischen Außenministeriums führte er Archivrecherchen und Bibliotheksstudien in Italien durch. Er ist Professor für die Geschichte der Republik Türkei am Fachbereich Geschichte der Philosophischen Fakultät der Ege-Universität in İzmir.

Pat Walsh
Dr. Pat Walsh is the author of a number of books and publications on World War One, including ‘Britain’s Great War on Turkey’. His special interest is the British State and its Foreign Policy in the early Twentieth Century. Dr. Walsh is also the author of books on Irish history and politics, particularly about the conflict in Northern Ireland. He received his PhD from Queen’s University, Belfast, and teaches Government and Politics, History and Geography.

Leyla Karaca
Leyla Karaca wurde 1976 in Istanbul geboren. Das Studium der Philosophie an der Middle East Technical University schloss sie 1999 ab. An verschiedenen Schulen arbeitete sie als Lehrerin. Sie schreibt Artikel, Dichtungen, Essays und Kurzgeschichten für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen. Ihre Novelle Göğsündeki Gökyüzü (Der Himmel in deiner Brust) wurde 2013 als beste Novelle des Jahres mit dem ESKADER-Literaturpreis ausgezeichnet und in drei Sprachen übersetzt. Neben Kalbinin Müziği (Klang des Herzens, 2015) erschienen Kurt Ağzı (Das Wolfsmaul, 2016) sowie zahlreiche Kindergeschichten.

Adem Günaydın
Adem Günaydın received his B.S. degree in History in 2004 , M.S. degree in Middle East Studies in 2007 from Middle East Technical University (METU), Ankara, Turkey. He is currently a PhD. student in History at Hacettepe University. Günaydın’s research interests are related to the Ottoman Armenians, late Ottoman history, the Balkans during the Ottoman era, Muslim communities in the Balkans and modern Turkish diaspora.

Hazel Ҫağan Elbir
Hazel Ҫağan Elbir graduated from Political Science and Public Administration, Bilkent University in 2008 and holds MSc. in International Relations from Middle East Technical University (2012). Having completed Master’s thesis on Armenian Terrorism and the Turkish Press (1973-1984), Çağan Elbir interned in TGNA (2006), Center for Eurasian Strategic Studies (ASAM) (2007), Institute for Global Strategy (2007) and attended a Project on Model European Parliament in Graz, Austria. Çağan worked in Institute for Global Strategy for four months in 2008 as a specialist on the Balkans. During her Master’s degree, interned in Center for Eurasian Studies (2011) and as of 2012 Çağan Elbir joined AVİM as an analyst in February 2012. She is currently a PhD. student in interdisciplinary department Political Economy from Atılım University.

Kemal Çiçek
Prof. Dr. Kemal Ҫiçek, geboren 1965 in Kastamonu/Türkei, studierte an den Universitäten Ankara und Birmingham Geschichte. An der University of Birmingham schloss er 1992 seine Dissertation mit dem Thema Zimmis of Cyprus in the Sharia Courts ab. Er lehrte das Fach Geschichte an der Universität von Trabzon, der TOBB of Economics and Technology sowie der Universität von Ankara. Von der Stiftungsgesellschaft für Wissenschaft und Forschung, TÜBAV, erhielt er für seine Arbeiten den Forschungspreis. Von 2011- 2016 unterrichtete Ҫiçek an der İpek Universität in Ankara.
Er leitet das Institut für türkische Geschichte am Strategischen Forschungszentrum Neue Türkei und ist als Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher hervorgetreten. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem „Ermeni Sorununa Disiplinler Arası Bakıș“ (Interdisziplinäre Perspektiven in der Armenierfrage), herausgegeben von Hasan Celal Güzel und Bestami S. Bilgiç (Yeni Türkiye Yayınları, 2017), „Ermeni-Sorununda Tehcir ve Ötesi“ (Die Umsiedlung in der Armenierfrage und darüber hinaus, Astana Yayınları, 2016), „L’exode Force Des Armeniens (1915–1917)“ (TTK Yayınları, Ankara, 2015) sowie „Ermenilerin Zorunlu Göçü 1915–1917“ (Die Zwangsumsiedlung der Armenier 1915–1917, Türk Tarih Kurumu Yayınları, Ankara, 2005).

Yves Bénard
Um der Gerechtigkeit willen, könnte das Credo des Autodidakten Yves Bénard sein, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Bozkurt Güvenç
Bozkurt Güvenç, geboren 1926 in Samsun/Türkei, war Architekt, Kulturhistoriker und Pädagoge. Er galt als einer der führenden Anthropologen der Türkei. Nach seiner Promotion in Anthropologie lehrte er 30 Jahre lang an der renommierten Hacettepe Universität in Ankara. Nach seiner Pensionierung war er als Berater des damaligen Präsidenten Süleyman Demirel tätig. Die Beziehungen zwischen modernen Staatsformen, kulturelle Aspekte und verschiedene Formen der kollektiven Identität bildeten hierbei seine Forschungsschwerpunkte. Er übersetzte fünf Bücher und schrieb mehr als zwanzig Werke über Geschichte, Kultur, Bildung und den sozio-kulturellen Wandel. Insbesondere seine Arbeit über die japanische Kultur erlangte besonders viel Aufmerksamkeit und avancierte zum nationalen Bestseller. Aufgrund seiner Verdienste war Professor Emeritus Güvenç seit 1997 Mitglied in der Türkischen Akademie der Wissenschaften. Er starb am 10. Dezember 2018.

Ferudun Ata
Prof. Dr. Ferudun Ata was born in 1966 in Konya, Turkey. He graduated from the History Department of the Literature Faculty at Selçuk University, in the same city, in 1992. Ferudun Ata who has been researching more recent Turkish political history, completed his PhD on The Armenian Deportation Cases from years 1919-1921, a crucial time for the Armenian Issue, at Marmara University (İstanbul) under the guidance of Dr. Cevdet Küçük. Feredun Ata who has worked mostly on the last years of the Ottoman Empire and Republican Turkey, has a lot of books and articles on this subject. In his book Süleymaniyeli Nemrut Mustafa Paşa- Bir İşbirlikçi Portresi, he examines the attempts at blocking the İstanbul government made by the new state in Anatolia in the last days of the Ottoman Empire. Likewise, he has published books which explain the symbolic heroes who worked for Turkey’s independence in this transition period and memoirs about them. At the university where he works, he gives undergraduate and masters lectures on Turkish-Armenian relations, The History of the Turkish Republic, and The History of the Turkish Press. Ferudun Ata who spend time researching and investigating in the US, is still a teaching fellow at the Selçuk University History Department in Konya.

Nicholas Warndorf
Nicholas Warndorf is an accomplished business manager and world traveler. Earning his MA from the University of Louisville in 2013 in Middle Eastern History, his primary focus being various internal security techniques of developing nations throughout Asia, Europe, South America, South Africa and the Middle East. His area of specialization and research includes the advanced study of terrorism and unconventional warfare in these regions with special attention given to Eastern Turkey, more commonly referred to as Anatolia.

Haluk Selvi
Haluk Selvi ist Professor an der Universität von Sakarya und Direktor des Forschungszentrums für türkisch-armenische Beziehungen. Er studierte an der Universität von Erzurum Geschichte und promovierte anschließend zum Thema „Erzurum während des nationalen Befreiungskrieges“. Der Autor ist Verfasser zahlreicher Bücher, Artikel und Mitteilungen. Einige seiner bisher publizierten Werke sind: „Tarihsel Boyutuyla Türk-Ermeni İlişkileri“ (Die türkisch-armenischen Beziehungen aus historischer Perspektive), İBB İstanbul Kültür A.Ş., 2014, Sultan´a Suikast, (Das Attentat auf den Sultan), İstanbul Büyükşehir Belediyesi, İstanbul, 2013, Armenian Question: From the First World War to the Treaty of Lausanne (Die armenische Frage: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Vertrag von Lausanne), Sakarya, Sakarya University, 2007. Am 27. August 2026 wurde Prof. Haluk Selvi zum Direktor der Einrichtung für türkische Geschichte (Türk Tarih Kurumu) berufen.

Burak Gümüş
Prof. Dr. Burak Gümüş, geboren 1974 in Radolfzell, studierte Soziologie und Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Universität Konstanz und promovierte 2007 über die Revitalisierung des Alevitentums. Seit 2008 lehrt er an der Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften der Trakya University/Türkei in den Fächern „Einführung in die Politikwissenschaft“, „Soziologie“ und „Staatssysteme“.

Nuran Medoğlu
Nuran Medoğlu, geboren in Eskișehir/Türkei, besuchte das Gymnasium Ihrer Heimatstadt und studierte anschließend in Istanbul und Ankara Literaturwissenschaften, Turkologie sowie Kunstgeschichte. Bedingt durch die Heirat mit einem Diplomaten des türkischen Auswärtigen Amtes, lernte Medoğlu unterschiedliche Gesellschaften und Kulturen kennen. Als Lehrkraft arbeitete die Autorin an verschiedenen Schulen in Deutschland. Ihren Hang zum Schreiben und ihre Liebe zur Kunst ließen sie nicht mehr los. Der unendliche Weg begann einst in Eskișehir und von dort in die gesamte Welt. Die Botschaft dieses Buches lautet: eine positive Denkweise an den Tag legen, Entschlossenheit, Mutig sein, sich Ziele setzen und die Widrigkeiten des Lebens als Bereicherung ansehen. Neben Jacaranda publizierte Medoğlu „Așk Sensiz de Güzel“ (Die Liebe ist auch ohne dich schön) 2011, Yedi Gizli Sığınak (Sieben geheime Refugien) 2012 sowie den Gedichtband „Kırlangıç“ (Die Schwalbe) 2001.

Bayram Akça
Prof. Dr. Bayram Akça, geboren 1969 in Fethiye/Muğla, machte 1992 seinen Bachelor an der Uludağ University in Bursa und 1994 seinen Master am Institut für Sozialwissenschaften der Ege University im Fach Geschichte mit dem Thema „1915 Ermeni Tehciri ve Șehit Urfa Mutasarrıfı Nusret Bey (Die Umsiedlung der Armenier von 1915 und der Sandschak-Gouverneur von Urfa und Kriegsheld Nusret Bey) und seine Dissertation mit dem Titel „Sosyal-Siyasal ve Ekonomik Yönüyle Muğla 1923-1960 (Muğla aus sozialpolitischer und wirtschaftlicher Perspektive 1923-1960). Akça war 2003 als Gastwissenschaftler an der Bathurst University in Australien und 2012 an der University of Birmingham tätig. Prof. Akça lehrt Geschichte an der Sıtkı Kocaman University in Muğla. Seine Forschungschwerpunkte sind die Historie von Muğla, die Kriege um Gallipoli, der Bevölkerungsaustausch, die Umsiedlung der Armenier von 1915 und außenpolitische Themen.

Namık Kemal
Namık Kemal, eigentlich Mehmed Kemal, wurde 1840 in der ostthrakischen Stadt Tekirdağ geboren. Als einer der führenden Vertreter der türkischen Literatur schrieb dieser zahlreiche Romane wie Intibah (1876) oder Cezmi (1880), Gedichte sowie neben dem Theaterstück Vatan yahut Silistre u.a. Zavallı Çocuk (1873) wie auch Celaleddin Harzemşah (1885). Kemal, der sich auch als Heimatdichter einen Namen machte, zählt zu den Autoren, die Literaturkritik in der Spätphase des Osmanischen Reiches erst salonfähig gemacht haben. Der polyglotte Schriftsteller starb 1888 in der Verbannung auf der ägäischen Insel Sakız (Chios).

Ömer Seyfettin
Ömer Seyfettin, 1884 in Gönen(Balıkesir) geboren, zählt Seyfettin zweifellos zu den Mitbegründern der modernen türkischen Erzählung und der "Nationalen Literaturbewegung." Nach einer Offiziersausbildung an der Harbiye-Kriegsakademie und einer kurzen Laufbahn beendet Seyfettin 1911 seine Offizierstätigkeit, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Einen Namen macht sich der Autor mit der in Saloniki herausgegebenen Zeitschrift Genç Kalemler (Junge Schreibfedern). In seinen Artikeln setzt sich dieser für eine einfache und ungekünstelte Sprache ein. Seyfettin schrieb unzählige Gedichte, Erzählungen und Artikel, darunter Primo Türk Çocuğu (1914), Efruz Bey (1919), Ilk Düşen Ak (1938) etc. Bis zu seinem frühen Tod am 6. März 1920, unterrichtete dieser Oberschüler im Fach Literatur am Kabataş-Lisesi, einem renommierten Istanbuler Gymnasium.

Muallim Naci
Muallim Nâci, eigentlich Ömer, geboren 1850 in Istanbul, gehört zu den Schriftstellern und Dichtern der Tanzimat-Epoche, die sich für eine einfache und ungekünstelte Sprache eingesetzt haben. Durch den Tod seines Vaters wird er im Alter von 7 Jahren zu seinem Onkel nach Warna geschickt und bekommt dort eine theologische Ausbildung. Der vielsprachige Autor leitete bei der Zeitung Tercüman-ı Hakikat das Feuilletonressort und war auch für andere Zeitungen tätig. Seine ersten Gedichte erschienen 1867 unter seinem Pseudonym Nâci. Seine wichtigsten Werke sind unter anderem Ömers Kindheit (Ömer‘in Çocukluğu, 1890), Medrese Hatıraları (Erinnerungen an die theologische Schule, 1885) und Gedichte wie Ateşpare (Feuerfunke, 1883) und Sümbüle (Jungfrau, 1889). Er starb am 18. Mai 1893 in Istanbul.

Uluç Gürkan
Uluç Gürkan has had a long career in journalism and was a member of the Grand National Assembly of Turkey (TBMM) between 1991 and 2002, where he also served as the deputy speaker. He was the vice president of the OSCE Parliamentary Assembly from (1992-1995) and the Parliamentary Assembly of the Council of Europe (1999-2002). Gürkan was also the president the Turkish Group of the Parliamentary Assembly of the EU. Recently, Gürkan has been lecturing in Media and Culture Studies and International Relations at a number of Turkish universities. He has published a wide range of articles and a well-read book titled Turkey: In the Footsteps of Atatürk.

Yusuf Halaçoğlu
Prof. Dr. Yusuf Halaçoğlu, geboren 1949 in Kozan/Türkei, studierte an der Universität von Istanbul Geschichte. Im Jahre 1978 schrieb er seine Dissertation zum Thema „Die Besiedlungspolitik des Osmanischen Reiches im 18. Jahrhundert“. Es folgte eine langjährige Lehrtätigkeit an der Fırat Universität von Elazığ und der Marmara Universität in Istanbul. Mit dem Thema „Einzelne osmanische Städte auf dem Balkan aus sozioökonomischer und demografischer Perspektive im 16. Jahrhundert“ habilitierte dieser und wurde 1989 zum Professor berufen. Er war bis 2008 Direktor der Einrichtung für türkische Geschichte (Türk Tarih Kurumu) und lehrt seitdem an der Gazi Universität in Ankara. Bei den Parlamentswahlen im Juli 2011 wurde dieser als Abgeordneter der konservativen MHP in die türkische Nationalversammlung gewählt. Halaçoğlu verließ mit einigen Getreuen die MHP und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der İyi Parti. Nach einem Richtungsstreit mit der Parteivorsitzenden legte Halaçoğlu seine Ämter nieder und trat zugleich aus der Partei aus.

Ömer Turan
Prof. Dr. Ömer Turan, geboren 1960 in Çorum/Türkei, studierte zunächst an der Universität von Ankara Geschichte und schloss seinen Master an der Katholischen Universität von Leuven/Belgien ab. An der gleichen Universität schrieb er seine Dissertation im Fach Geschichte. An der Middle East Technical University in Ankara arbeitete dieser als Dozent und wurde 2007 zum Professor berufen. In den USA war er als Gastdozent an den Universitäten in Princeton und William Paterson in den Themengebieten osmanische und türkische Geschichte tätig. Er war Mitautor des Publikation "The Armenian Rebellion of Van" (2006) und schrieb das Werk "The Turks in Bulgaria, 1878-1908" (1998). Turan lehrt an der Middle East Technical University in Ankara.

Brendon J. Cannon
Brendon J. Cannon is an Assistant Professor of Political Science at Khalifa University’s Institute of International and Civil Security in Abu Dhabi, UAE. He earned his Ph.D. from the University of Utah, USA in Political Science, with an emphasis on Comparative Politics and International Relations (IR). His M.A. was earned from the same institution in Middle East Studies and History. He previously lectured in Political Science, Security Studies and History at Kisii University in Nairobi, Kenya and directed the Gollis University Research Institute in Hargeisa, Somalia. Dr. Cannon’s areas of expertise and research include Turkey, Central Asia, modern Europe and post-colonial East Africa with a focus on identity politics, emerging power diplomacy, the political economy of natural resources, and security and terrorism. His publications include „Turkey in Kenya and Kenya in Turkey: Alternatives to the East/West Paradigm in Diplomacy, Trade and Security“ (African Journal of Political Science and International Relations), „Deconstructing Turkey’s Efforts in Somalia“ (Bildhaan International Journal of Somali Studies), „Terrorists, Geopolitics and Kenya’s Proposed Border Wall with Somalia“ (Journal of Terrorism Research) and „A Truly Global Crime?: The Campaign for Armenian Genocide Recognition and Africa“ (forthcoming).

Hikmet Özdemir
Prof. Dr. Hikmet Özdemir, geboren 1950 in Kahramanmaraş/ Türkei, studierte an der Universität von Ankara Politische Wissenschaften und schrieb an der gleichen Alma Mater seine Dissertation. An der Georgtown University in Washington DC studierte er Geschichte und war lange Jahre als Berater im Ministerpräsidialamt und als Chefberater im Präsidialamt in Ankara tätig. Als Dozent unterrichtete er an der Fakultät für Geschichte und Verwaltungsrecht der Universität von Kırıkkale. An der Başkent Universität lehrte er Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen und an der Universität von Kocaeli arbeitete er als Dekan der Fakultät für Politikwissenschaft und Verwaltungsrecht. Vor seiner Emeritierung forschte er an der Einrichtung für türkische Geschichte (Türk Tarih Kurumu) mit dem Schwerpunkt Erster Weltkrieg und Türkei.

Eyyup Avcı
Der Autor des vorliegenden Werkes wurde 1963 in der anatolischen Kommagene geboren und emigrierte 1976 mit seinen Eltern und Geschwistern ins Titel gebende Gelobte Land (Deutschland). Der verheiratete Vater zweier Kinder lebt heute als freier Autor in München und engagiert sich für den interkulturellen Dialog sowie das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Ethnien und Kulturen seiner Heimatstadt.

Tahsin Nahid
Tahsin Nâhid, geboren 1887 in Istanbul, studierte Rechtswissenschaften und verfasste zahlreiche Theaterstücke und Gedichte, die in Zeitschriften publiziert wurden. Mit der Autorin Ruhsân Nevvâre schrieb er neben dem Schauspiel "Der Jungtürke" (1908) unter anderem Aşkımız (Unsere Liebe, 1907) und Sanatkarlar (Die Künstler, 1908). Er starb 1919 in Istanbul.

Ahmet Râsim
Ahmet Râsim, 1864 in İstanbul geboren, schrieb zeit seines Lebens Prosa, Gedichte, Artikel und Romane. Der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Autor besuchte das Darüşşafaka- Gymnasium in İstanbul, das er 1883 mit Auszeichnung abschloss. Nach einer kurzen Laufbahn als Beamter widmete sich Râsim ganz dem Schreiben und arbeitete als Journalist für zahlreiche Zeitungen. Râsim gilt als der İstanbuler Schriftsteller schlechthin, der in seinen Büchern den Lesern und Leserinnen den Pulsschlag, die Seele, die Farben und den Geruch dieser Metropole regelrecht erfühlen lässt. Außer den Stadtbriefen (1912-1913) publizierte Râsim unter anderem İlk Sevgi (Die erste Liebe,1890), Güzel Eleni (Die schöne Elena, 1891), Meşakkı-Hayat (Mühen des Lebens, 1891) sowie Reiseerinnerungen Romanya Mektupları (Die Rumänienbriefe, 1917). Er starb am 21. September 1932 in seinem Haus auf der Prinzeninsel Heybeliada im Marmarameer.

Nâbizade Nâzım
Nâbizade Nâzım, 1862 in Istanbul geboren, zählte zu den ersten Vertretern des klassischen türkischen Realismus, die auch unter der Bezeichnung Tanzimat-Literatur Bekanntheit erlangte. Neben der Novelle Karabibik schrieb dieser u. a. den Roman Zehra (1896) , das Gedicht Heves Ettim (1885) sowie Erzählungen wie Zavallı Kız (1890), Sevda (1891) oder Hala Güzel (1891). Nâbizade Nâzım starb nach langer Krankheit in seiner Heimatstadt Istanbul am 6. August 1893.
