| Die Ereignisse in Anatolien zwischen 1919 und 1922 gehen weit über den Türkisch-Griechischen Krieg hinaus. Neutrale Quellen belegen schwere Kriegsverbrechen der griechischen Armee und ihrer einheimischen Verbündeten, die Griechenland auf der Lausanner Friedenskonferenz 1923 als rechtswidrig anerkannte (Art. 59). Die massenhaften Gewaltverbrechen bis hin zu genozidalen Handlungen der griechischen Armee gegen die türkische Zivilbevölkerung werden in der griechischen Erinnerungspolitik jedoch nicht thematisiert, wodurch eine kritische Aufarbeitung und die Übernahme historischer Verantwortung ausbleiben. Auf Grundlage italienischer Militär- und Diplomatenberichte, Archivdokumente und zeitgenössischer Presse zeigt dieses Buch, wie stark diese Deutung von den historischen Tatsachen abweicht. |





